HEISLBAU’N
Musik und Text: Bernd Kronowetter
erschienen auf der MAINSTREET-CD „mundART", MCP Records 169.290

Es woar vor mittlerweile aner halben Ewigkeit
und trotzdem kummt es mir wie gestern vor.
Ich habe diesen Tag schon tausend mal bereut
no heite sog i ma, des is net woahr.

Do woar in ana Zeitung drin ein Sonderangebot
Ein Haus im Grünen stand do zum Verkauf.
Des mit der Finanzierung hat geklappt so zur Not
da nahm das Schicksal gnadenlos sein’ Lauf:

Heislbau’n, mei Lebtog wollt i immer scho a
Heisl bau’n, i hob zu meiner Frau g’sogt, gemma
Heisl schau’n – und drei Tog später hamma’s uns gekauft!

Zwa Woch’n später kam der Kostenvoranschlag
von Maurer, Tischler und Installateur
I hätt sofurt zerrissen meinen Kaufvertrag,
wann net der schene, grosse Goatn wär.

Da Maurer lahnt inzwisch’n blunz’nfett am Baugerüst,
für’s Klo gibt es no immer kan Kanal
Der Tischler hat schon mehrmals meine Frau geküsst
als Gegenleistung, bis ich ihn bezahl

Heislbau’n, wenn i dran denk, mecht i mi nur ins
Beisl hau’n – doch na, i muaß zum Baumarkt um an
Meissl schau’n, weil ich jetzt lieber vieles selber mach’

Des Plumpsklo ganz im Eck vom Goatn woar ka guter Plan,
a jede Notdurft wird dadurch zum Frust.
Weu durch mei Grundstück führt jetzt auch a Autobahn
Der Makler sogt, das hat er nicht gewusst

Im Grunde scheue ich ja nicht das Risiko,
gefährlich ist der Weg halt zur Toilette.
Doch eines muaß i ehrlich sog’n, des wurmt mi scho:
Zum Gack’n geh brauch I jetzt a Vignette!

Heislbau’n, des fallt ma schwa, wann I net mehr aufs
Heisl kann, I kann mi net amoe mehr in mei
Beisl traun, de Wappler durtn loch’n mi nur aus, (jojo)

Heislbau’n, von meiner Frau werd i demnächst en
Weisl ham, sog wü von eich net irgendwer a
Heisl ham, weil meines steht sehr günstig zum Verkauf

 


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